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Nistkästen

Nistkästen

Mit artgerechten Nistkästen
unseren gefiederten Gästen
ein Zuhause bieten

Artikel 1 - 23 von 23
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Inhalt

Nistkästen und ihr Beitrag zum Naturschutz

Nistkasten ist nicht gleich Nistkasten – verschiedene Bauformen für verschiedene Brutvorlieben

Nistkasten mit Einflugloch

Halbhöhlen für Nischenbrüter

Kugelnester für Zaunkönig & Co.

Schwalbennester

Nistkästen aus Holzbeton

Häufige Fragen – FAQ

Nistkästen und ihr Beitrag zum Naturschutz

Im Frühjahr während der Brutzeit sind viele Vögel auf unsere Unterstützung angewiesen, denn es mangelt ihnen zunehmend an natürlichen Nistplätzen wie ausgehöhlten Baumstämmen oder Brutnischen an Gebäuden. Die gefiederten Gartenbesucher pfeifen dabei auf ein ausgefallenes Design, sie bevorzugen stattdessen artgerechte und durchdachte Möglichkeiten zur Aufzucht ihrer Jungen. Höhlenbrütende Vogelarten wie Sperling oder Rotkehlchen freuen sich über speziell an ihren Bedürfnissen orientierten Halbhöhlen oder Nistkästen. Mit dem Aufhängen eines Vogelnistkastens kann man ganz einfach Natur hautnah im eigenen Garten erleben und eine Menge über die Lebensweise und das Brutverhalten der heimischen Vogelwelt erfahren.

Nistkasten ist nicht gleich Nistkasten – verschiedene Bauformen für verschiedene Brutvorlieben

Einen Nistkästen kauft man nicht so nebenbei. Welches Modell am besten geeignet ist, hängt in ersten Linie von der Vogelart ab, die man unterstützen oder ansiedeln möchte. Je nach Brutverhalten und Größe des Tieres werden von den einzelnen Vögeln unterschiedliche Bauformen bevorzugt:

Nistkasten mit Einflugloch

Der Durchmesser des Fluglochs gibt an, für welche Arten von Vögeln der Nistkasten geeignet ist. Löcher mit einem Durchmesser von 28 mm werden gerne von kleinen Vögeln wie Blau- und Tannenmeise angenommen. Größere Durchmesser mit 32 mm sind ideal für große Vögel wie Kohl-, Blau-, Sumpf-, Tannen-, Haubenmeise, Gartenrotschwanz, Kleiber, Halsband- und Trauerschnäpper, Wendehals, Feld- und Haussperling.

Sperlingskasten mit Einflugloch
Für Groß und Klein

Je nach Vogelart gibt es bei Nistkästen verschiedene Durchmesser der Einfluglöcher. Sperlinge zum Beispiel bevorzugen je nach Art 30 bis 32 mm Durchmesser.

Halbhöhlen für Nischenbrüter

Für Vogelarten, die bevorzugt in Nischen brüten, sind Halbhöhlen geeignet. Diese sind auf der Vorderseite halb offen. Darin gern gesehene Gäste sind Amseln, Bachstelzen, Grauschnäpper, Hausrotschwanz und Rotkehlchen.

Nistkasten Halbhöhle
Hereinspaziert

Halbhöhlen mit großer Öffnung sind besonders für Nischenbrüter geeignet.

Kugelnester für Zaunkönig & Co.

Manche Vögel wie der Zaunkönig bevorzugen eine geschlossene, runde Nistgelegenheit mit nur einen kleinen Öffnung. Die runde Nisthöhle wird dabei nicht nur zum Nisten sondern auch zum Überwintern in der kalten Jahreszeit verwendet.

Schwalbennester

Schwalben bauen ihre Nester mit Vorliebe an Vorsprüngen wie Felsen oder in besiedelten Gebieten untern Dächern und Mauern. Ihre Nester erinnern von der Form her an kleinere Schalen. Je nach Schwalbenart nisten die Vögel dicht an dicht in Kolonien (wie dies bei Mehlschwalben der Fall ist) oder sie bauen ihre Nester wie die Rauchschwalbe einzeln.

Nistkästen aus Holzbeton

Holzbeton oder Woodstone® ist eine spezielle Mischung aus Holzfasern und Beton. Dieses besonders für Nistkästen geeignete Material zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Besonders isoliert: Es bietet im Winter Schutz vor Kälte und im Sommer Schutz vor Überhitzung.
  • Sorgt für konstante Temperatur während der Brutphase und erhöht somit die Überlebenschancen der Jungvögel.
  • Atmungsaktiv: Durch den günstigen Luftaustausch reduziert sich die Feuchtigkeit im Inneren der Nisthöhle, so dass die Nesthygiene verbessert wird.
  • Witterungsbeständig und dadurch besonders langlebig.
  • In vielen Variationen erhältlich.
Nistkasten aus Holzbeton
Wohlfühlambiente

Aufgrund der besonderen Isolierung bieten Nistkästen aus Holzbeton bei jeder Jahreszeit eine angenehme Temperatur.

Häufige Fragen - FAQ

Was muss ich bei der Anbringung eines Nistkastens beachten?

  • Die Nistkästen sollten vorzugsweise im Herbst angebracht werden, damit Vögel, Schläfer und Nützlinge im Winter darin ruhen und übernachten können.
  • Wählen Sie einen ruhigen, wind- und regengeschützten Ort, der möglichst für Katzen, Marder und weitere Fressfeinde nicht erreichbar ist. Für Bäume empfehlen wir aus unserem Sortiment einen Alunagel zur baumschonenden Anbringung sowie den Katzenabwehrgürtel.
  • Für die meisten Vögel empfiehlt sich eine Aufhängehöhe von mindestens 2 Metern.
  • Die Ausrichtung nach Osten oder Südosten ist ideal. Die Einflugöffnung sollte weder zur Wetterseite (Westen) ausgerichtet sein, noch sollte der Nistkasten der prallen Sonne ausgesetzt sein (Süden). Überhitzung ist tödlich für die Brut!
  • Damit möglichst keine Regennässe eindringen kann, sollte ein Nistkasten eher nach vorne geneigt angebracht werden, niemals nach hinten. Der Nistkasten sollte fest angebracht sein und nicht schwanken.
  • Nistkästen gleicher Bauart sollten einen Mindestabstand von 10 Metern voneinander haben, damit die brütenden Tiere ungestört ihren Nachwuchs aufziehen und ausreichend mit Futter versorgen können. Ausnahmen gelten für Koloniebrüter wie Schwalben, Sperlinge (Spatzen) und Stare.
  • Von Teerpappe auf dem Dach ist abzuraten, weil Feuchtigkeit nicht richtig abgehalten wird, im Gegenteil: Schnelles Trocknen des Holzes wird verhindert. Dunkle Pappe kann außerdem zu einem für die Brut lebensbedrohlichen Hitzestau im Nistkasten führen.
  • Bitte keine Nistmaterialien in den Nistkasten geben, weil die Vögel selbständig nisten wollen. Sie können dabei ein Nistdepot zur Unterstützung anbieten. 

Besonderheiten

  • Bei allen Modellen aus unbehandeltem Massivholz empfehlen wir eine möglichst wettergeschützte Aufhängung, also z.B. an Nadelbäumen unter dichten Ästen, abgewandt von der Wetterseite (meistens Nordwesten, kann lokal jedoch auch abweichen). Als zusätzlichen Schutz empfehlen wir einen Wetterschutzanstrich mit einer dafür geeigneten umweltfreundlichen Lasur oder Farbe.
  • Halbhöhlen: Bringen Sie die Halbhöhle zum Schutz der dort brütenden Vögel möglichst zwischen üppigen Pflanzen an, gleichzeitig sollte jedoch ein Anflug ohne Hindernisse vor der Öffnung möglich sein.
  • Zaunkönigkugeln: Befestigen Sie diese in max. 1 Meter Höhe gut geschützt in Hecken, Sträuchern oder Kletterpflanzen, da der Zaunkönig niedrig nistet.
  • Schwalben Nistkästen: Wir empfehlen die Befestigung an Gebäuden unter Dachvorsprüngen. Als Koloniebrüter bevorzugen viele Schwalbenarten mehrere Nester nebeneinander.

Wie reinige ich den Nistkasten?

  • Schutz vor Feuchtigkeit und Pilzbefall: Wenn Sie möchten, streichen Sie Nistkästen aus Holz mit Leinöl, welches auf natürliche Weise imprägniert, oder mit umweltfreundlicher Bio-Lasur.
  • Reinigung nach der Brutsaison im Spätsommer oder erst im Februar, um Überwinterer, z.B. Siebenschläfer, nicht zu stören. Vor der Reinigung empfiehlt es sich anzuklopfen, um Überraschungen beiderseits zu vermeiden. Wenn man die Reinigungsperiode im Spätsommer verpasst hat, sollte man dennoch eine Kontrolle der Nistkästen auf alte Eier und tote Küken durchführen und diese im Fall der Fälle samt altem Nest entfernen, da sonst die Gefahr des Parasitenbefalls sehr hoch ist.
  • Verwenden Sie ein Reinigungsgerät und/oder tragen Sie Einmalhandschuhe, um das alte Nest zu entfernen. Stärkere Verschmutzungen gut an der frischen Luft ausbürsten, entstehenden Staub möglichst nicht einatmen. Beim Säubern unbedingt auf Reinigungsmittel und Insektizide verzichten, um die Vögel nicht zu gefährden.
  • Bitte verzichten Sie während der Brutsaison auf Kontrollen, um die Aufzucht nicht zu stören.

Was versteht man unter einem Vogelhaus bzw. einem Vogelhäuschen?

Es ist nicht immer klar, was mit dem Begriff Vogelhaus oder Vogelhäuschen gemeint ist. Ein Haus für Vögel – das klingt erst mal einfach. Es kann jedoch sowohl ein Futterhaus als auch ein Nistkasten gemeint sein. Wir beim Naturschutzcenter verwenden den Begriff Vogelhaus, wenn wir ein Futterhaus für Vögel meinen.