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Haselmäuse

Haselmäuse

Rotes Fell auf Roter Liste:
die putzigen Langschläfer sind
auf unsere Hilfe angewiesen

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Aussehen und Arten

Auch wenn sie mit ihrem rötlich-braun schimmernden Fell und den großen Knopfaugen vom Äußeren eher einer Maus ähnelt, gehört die Haselmaus in Wirklichkeit zur Familie der heimischen Bilche. Garten- und Siebenschläfer zählen zu ihren Verwandten. Mit einer Körperlänge von nur 6-9 cm und einem zierlichen Gewicht von 15-35 g ist die Haselmaus hierbei das kleinste Familienmitglied.

Lebensweise

Haselmäuse schlafen tagsüber in ihrem Nest oder Kobel und kommen nur mit Beginn der Dämmerung für die Futtersuche aus ihrem Versteck heraus.

Nahrung

Sie ernähren sich mit Vorliebe von Nüssen (von der gleichnamigen Nuss leitet sich auch ihr Name ab), Knospen, Samen, Beeren, Insekten und Schnecken. Im Herbst bevorzugen sie fettreiche Nahrung, um sich einen Winterspeck anzufuttern, den sie zum Überwintern brauchen.

Winterschlaf

Haselmäuse sind richtige Langschläfer. Ganze sieben Monate (von Oktober bis April) halten sie kuschelig warm einrollt Winterschlaf in ihrem weich ausgepolsterten Quartier. 

Fortpflanzung

In den Monaten Mai und Juni ist Paarungszeit bei den Haselmäusen. Wenige Wochen nach der Paarung kommen meist 2 bis 6 Jungen zur Welt. Die Mutter kümmert sich um die Aufzucht des Nachwuchses.

Gefährdung und Unterstützung

Im Gegensatz zu Eichhörnchen, die mit ihren geschickten Kletterkünsten den Blick auf sich lenken oder Igel, die nachts auch mal durch lautes Schmatzen und Schnaufen auf sich aufmerksam machen, gehören Haselmäuse eher zu den ruhigeren und unauffälligen Gartenbesuchern. Aber gerade die scheuen Langschläfer sind durch den Rückgang ihrer natürlichen Lebensräume besonders bedroht und somit auf unsere Unterstützung angewiesen.

Haselmäusen helfen

Die meiste Zeit des Jahres verbringen Haselmäuse schlafend in ihrem Winterquartier. Die kurze aktive Zeit nutzen sie für die Paarung und um sich Fettreserven für den erneuten Winter anzulegen. Was die gefährdeten Tiere in erster Linie brauchen, ist ein ausreichendes Nahrungsangebot, geeignete Nester für die Aufzucht der Jungtiere sowie Überwinterungsmöglichkeiten. Konkrete Hilfe kann dabei wie folgt aussehen:

  • Pflanzen Sie wilde Hecken und Sträucher wie beispielsweise Brombeerbüsche in Ihrem naturbelassenen Garten an, die den Tieren gelichzeitig als Futterquelle und Versteck dienen.
  • Spezielle, für die Bedürfnisse der Tiere entwickelte Haselmaus Kobel werden von den Tieren gerne sowohl als Kinderstube für die Aufzucht der Jungen als auch als Quartier zum Überwintern angenommen.