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Schilfnisthilfen

Infos zu Nisthilfen aus Schilf

 

Schilfhalme bilden ein bei Wildbienen sehr beliebtes Nistangebot, weshalb viele Nistmöglichkeiten (auch Insektenhotels genannt) mit diesem natürlichen Material befüllt sind. Die Bearbeitung von Schilf ist jedoch alles andere als einfach, da es leicht brechen, reißen, ausfasern oder splittern kann und die dabei entstehenden Spreißel um das Eingangsloch eine Besiedlung verhindern können. Die Wildbienen vermeiden sehr stark ausgefranste Niströhren instinktiv, somit sind diese als Nisthilfe wertlos. Weiche Fasern, die so gut wie immer bei einzelnen Röhrchen an der Schnittkante stehen bleiben, hindern die Wildbienen jedoch nicht an der Besiedlung und stellen für die Wildbienen auch keine Verletzungsgefahr dar.

Zudem kann es auch bei sorgfältiger Bearbeitung passieren, dass einzelne Halme durch Mark blockiert sind, diese können mit einem Holzstäbchen oder Bohrer freigestoßen werden. Nicht zu verwechseln ist damit das dünnschichtige Mark, das das Innere der Halme in gewisser Weise "auskleidet", ohne das Loch zu versperren. Dieses wird von den Wildbienen bei Bedarf selbstständig ausgeräumt.

Um Ihnen eine qualitative Einschätzung der Besiedlungsmöglichkeiten Ihrer Nisthilfe zu ermöglichen, stellen wir hier Beispiele von geeigneten und ungeeigneten Schilfnisthilfen vor.

 

Beispiele ungeeigneter Schilfnisthilfen

schilf_ungeeignet_1          schilf_ungeeignet_2

 

Beispiele geeigneter Schilfnisthilfen

schilf_geeignet_7 schilf_geeignet_8  

 

Tipp: Perfekte Brutröhren mit gern angenommenen Innendurchmessern von 4, 6 und 8 mm stellen unsere Hartpapierröhrchen dar. Da Schilf als Naturmaterial nie so perfekt glatt und sauber sein kann wie die Pappröhrchen, sind diese eine ideale Alternative zu Schilfhalmen, die sowohl schön aussieht, als auch sehr gern von den Wildbienen angenommen wird.