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Marienkäfer und Schmetterlinge

Marienkäfer und Schmetterlinge

Marienkäfer und Schmetterlinge

Förderung von Marienkäfern und Schmetterlingen als Nützlinge

Die Familie der Marienkäfer umfasst bei uns etwa 80 Arten, mit einer Größe von 1 bis 12 mm. Wir kennen sie als halbkugelig gewölbte, rote oder gelbliche Käfer mit meist schwarzen Flecken.

Von diesen einheimischen Arten ernähren sich die meisten Arten von Blattläusen (etwa 50 Arten), andere von Schildläusen (etwa 14 Arten), wieder andere von Spinnmilben und Mehltaupilzen. Nur drei Arten ernähren sich von Pflanzen.

Die Käfer überwintern in großer Anzahl in Laubstreu, in Hecken, in Höhlen oder in Schuppen.

Als wichtige und auch wirksame Gegenspieler von Blatt- und Schildläusen, auch als Räuber an Spinnmilben sollten Marienkäfer geschont werden, sollten Insektenschutzmittel nicht eingesetzt werden.

Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) ist der bekannteste Marienkäfer. Seine sieben schwarzen Punkte auf den roten Flügeldecken sind für uns zu einem Glückssymbol geworden, daher auch sein Name "Glückskäfer".

Käfer und Larven ernähren sich von Blattläusen (bei Mangel an Blattläusen auch von kleinen Raupen) und der Käfer überwintert unter Rinde, im Laub, in Scheunen oder auf Dachböden.

 

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Larve des 7-Punkt-Marienkäfers
Urheber: Joaquim Alves Gaspar, Lisboa, Portugal
Creative Commons-Lizens; Bildversion vom 23. Mai 2008

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Admiral

 

Warum bieten wir keine Nistquartiere für Marienkäfer und Schmetterlinge in unserem Shop an?

Nach einstimmiger Meinung von Entomologen namhafter Forschungsinstitute und Naturschutzverbänden haben solche Nistangebote keinen wirklichen Nutzen für Marienkäfer und Schmetterlinge.

Die Marienkäfer finden in der Landschaft und im Garten genügend Unterschlupf- und Überwinterungsmöglichkeiten.

Ein Totholzhaufen, eine Trockenmauer im Garten, Laubhaufen unter Bäumen und einheimische Blütenpflanzen bringen sehr viel mehr. Es wäre wichtiger, natürliche Baum- und Erdhöhlungen offen zu halten oder Nischen in Scheunen und Kellern nicht zu verschließen.

Wenn man in diesen Quartieren überhaupt einen Sinn sehen möchte, dann höchstens darin, dass Menschen durch solche Kästen wieder einen Bezug zur heimischen Artenvielfalt bekommen könnten und dann vielleicht mehr für Tiere im Garten tun.

Nach Aussagen von Entomologen sind von all den im Handel angebotenen Insektenhotels nur die Nisthilfen für hohlraumbesiedelnde Wildbienen sinnvoll. Sinnvoll für die Förderung dieser wichtigen Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen, aber auch sinnvoll, um Natur selbst zu erleben. An diesen absolut friedfertigen Insekten können spannende Beobachtungen zu deren Brutverhalten gemacht werden, können Kinder an die Welt der Insekten herangeführt werden.